LAK, PROPAGANDA NETWORK, SUPERHORST, MENDEKU ITXUA

Ort: , Datum: 01.01.1970

13.osterpogo im exhaus trier
23.03.2008 mit:
LAK, PROPAGANDA NETWORK, SUPERHORST, MENDEKU ITXUA

nur mit mühe konnte ich die crew überzeugen, auch in diesem jahr wieder das inzwischen legendäre osterpogo zu veranstalten. es sollte allerdings eine art osterpogo light werden, im kleinen schimmelkeller mit mini-anlage und relativ unbekannten bands. zu hoch sind inzwischen die kosten geworden, die so ein konzert erzeugen. zu wenige leute verirren sich noch nach trier zu deutschpunkkonzerten, um die kosten decken zu können. doch selbst bei diesem lineup, die bands bekamen alle nur spritgeld und verpflegung, benötigten wir laut kalkulation mindestens 150 zahlende, um null auf null aus der sache zu kommen. waren zu spitzenzeiten über 350 leute beim osterpogo (2005 als die schlachtrufe-tour gastierte), waren letztes jahr gerade noch an die 150 leute gekommen. zugegeben, die bands der letzten jahre waren nicht die berühmtesten, aber allesamt gut..(nein nein nein, die bilanz, kaput krauts,cut my skin, splash...)
einige eingeplante helfer erschienen auch nicht, so das das chaos seinen lauf nahm...
gleich zu beginn kackte dann noch die monitor-anlage ab, so das die bands auf der bühne kaum gesang hörten..
die spanier MENDEKU ITXUA aus dem baskenland ließen sich aber den spaß nicht verderben und machten um ca. 22 uhr den opener. die jungs spielen ne art rockigen metal-punk mit glaub ich spanischen, politischen texten..die jungs waren glücklich, spielen zu dürfen, da sie gerade in deutschland unterwegs waren und noch gigs suchten. sie waren so froh über essen und frei saufen, das sie nicht mal etwas geld haben wollten.
das exhaus füllte sich einigermassen mit ca. 100 zahlenden. ich hatte allerdings den eindruck, das mindestens noch 50 weitere leute da waren, die scheinbar warteten, bis die kasse zu war...
hinter der biertheke war zeitweise mehr los als davor, jeder den wir kannten, hat irgendie mal bier verkauft, da die eingeplanten leute wie gesagt nicht erschienen..
jetzt waren die saarländer SUPERHORST an der reihe. sänger michael trat heute mit zwei ersatzleuten an, da die bassistin derzeit auf reisen ist und der drummer krank..viel kaum auf, obwohl sie nur zweimal geprobt hatten. superhorst spielen coolen, einfach gestrickten punkrock mit deutschen texten der schlaueren art. sehr sympatisch für saarländer:-)
dann war schon die vermutlich bekannteste band des abends an der reihe:
LAK aus aschaffenburg. im exhaus war inzwischen trotz der wenigen zahlenden der teufel los. ist mir ein rätsel, wie man soviel müll produzieren kann...LAK machten das beste aus der chaotischen gesamtsituation und rockten nach etwas wackeligem start ordentlich los. ihre hits wurden angemessen mitkrakeelt und es tobte ein ziemlich brutaler pogomob vor der bühne, sofern man bei 5-10 besoffskis von nem mob sprechen kann. schon erwähnt, das bereits um 18 uhr die ersten vollkekotzt in der ecke lagen? der assel-punk-fucktor war auf jeden fall selten so hoch. scheinbar gehört es zum guten ton, die fremdalkflaschen nach dem ausleeren auf dem boden zu zerdeppern, als dank dafür das wir fremdalk erlauben..na ja LAK hatten ihren spaß und die überlebenden auch..ich war inzwischen auch ziemlich dicht, war auch schon der dritte tag, an dem ich unterwegs war..
als letztes waren PROPAGANDA NETWORK aus meppen an der reihe. es war inzwischen schon ca. halb zwei, eigentlich sollten sie gegen zwölf ran.
es wurde aus den resten an equipment eine backline zusammengestellt. das fell der basedrum war inzwischen auch durchgetreten..PN machten aber auch das beste draus und rockten ordentlich los. sie waren überrascht, das so spät noch was los war und wurden gebührend gefeiert. richtig gute bands zeichnen sich halt dadurch aus, das sie ihren zauber auch bei schlechter technik entfalten können. bei PN war das auf jeden fall der fall. sie spielen aggressiven punkrock mit schön rotzigem gesang und sehr guten deutschen texten. sie haben schöne melodien, geile chöre und die songs besitzen struktur. die 5 beherrschen ihre instrumente und sind ausserdem sehr nett. ich bekomme zwar nur noch einen teil der show mit, bin aber begeistert..
der rest der nacht ist ein einziger albtraum. die einzigen die noch zum aufräumen und abbauen da waren, waren weissen und ich. obwohl ich gleich nach dem letzten akkord die biertheke zumachte, dachten die meisten nicht daran abzuhauen. in allen ecken lagen alkleichen. das gesamte exhaus war mit nem teppich aus scherben und müll bedeckt. unglaublich. bis 6 uhr morgens sammelte ich leergut, baute die anlage ab und kehrte den schutt zusammen. weissen war genausolange mit der küche und den backstageräumen beschäftigt..
der iropunker von heute macht sich anscheinend keinerlei gedanken, wie viel arbeit und kosten in so einem konzert stecken..für uns jedenfalls bedeutet punkrock weiterhin mehr als konsumieren von alk und musik und zerstörungswut. weinigstens gab es bis auf einige kleinere rangeleien keine schlägereien. die bullen hielten sich dieses jahr auch zurück.
konsequenz für uns aus der geschichte ist, das wir bis auf weiteres keine konzerte mehr im exhaus machen werden. das für 12.4. geplante konzert mit take shit, tbc, lükopodium, deckname 17.juni, hagbard celine sagten wir kurzerhand ab. die umstände lassen uns leider keine wahl. zu dritt ist ein laden von der grösse des exhauses einfach nicht zu betreiben und die viel zu hohen kosten tun ihr übriges. von der umsetzung des rauchverbotes will ich gar nicht erst anfangen. allein dafür wären mindestens 3 personen zur durchsetzung nötig...
wenigstens versicherten mir die bands, das die sache für sie ok war. dank an euch!
wir sehen uns...

chris de barg
schiessbude23@web.de


  (von eifelstier)
eifelstier


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